Geschichtliches

Hier entdecken Sie einige geschichtliche Aspekte über die Insel Ogoz.

Unsere Bootskapitäne hinterlassen Ihnen eine Vielfalt an geschichtlichen Eindrücken  von diesem einzigartigen Ort !

 

Einige Quellen, welche für die Redaktion von „Ogoz – de la Cité à l’île“ benutzt wurden, können Ihnen zur Verfügung gestellt werden : die 4 wichtigsten Untertitel des Buches werden weiter unten übernommen und zahlreiche interessante Dokumente sind dort aufgelistet.

Vor Ogoz

©Mireille Mercanton, von André Pugin zur Verfügung gestelltes Aquarell

Zahlreiche Forscher interessieren sich an der Entstehung der Saaneschlucht und vergleichen ihre geologischen und archäologischen Daten. Die Wissenschaftler arbeiten ständig in der Eile: sie graben einzig nach den archäologischen Ueberresten, welche im Laufe der modernen Erbauungen (Strassen, Kiesgruben, Gebäude) zum Vorschein gekommen sind. Alles nicht Ausgegrabene wird der Natur zum Schutz überlassen.

Dank den Wissenschaftlern können wir uns die von über 1000 m Eis überdeckte Meeresschicht vorstellen, oder die Region überschwemmt von den vorhergehenden Greyerzer Seen.  Sie vermögen zu beweisen, dass sich der Mensch seit dem Mesolithikum (9’000 bis 5’000 vor Christus) auf der Insel Ogoz aufgehalten hat !

Déglaciation de la vallée de la Sarine – 1989  und  Traces de 3 glaciations, zwei Studien, welche liebenswürdigerweise von ihrem Autor, Herr Dr. André Pugin, zur Verfügung gestellt wurden.

Extrait CAF-6_2004_Paléolac de la Gruyère, netterweise vom Archäologischen Dienst des Kantons Freiburg zur Verfügung gestellt.

 Andere Aquarelle von Mireille Mercanton, von Herrn André Pugin zur Verfügung gestellt.

Zur Zeit der Burgen

©SAEF, Versuch einer Neudarstellung der Burgen von Ogoz um 1300

In Pont befand sich eine der Furten, welche es ermöglichten, zu den römischen Zubringerwegen zu gelangen, welche sich entlang der beiden Saaneufer erstreckten. Bezeugt ist, dass sich voraussichtlich an der Stelle des mittelalterlichen Schlosses ein Wachturm befand.  Es scheint, dass das Herrschaftsgut im 13. Jahrhundert zu seinem Namen (Pont) kam, als die Furte durch Brücken ersetzt wurde. Eine erste Brücke wurde oberhalb der heutigen Ruinen unter dem Flurnamen „Vieux-Châtel“ errichtet. Eine zweite Brücke wurde am äussersten Ende der Halbinsel erstellt.   Die Brücken befanden sich jedoch zu tief am Flusslauf und wurden von den Fluten der Saane bedroht. Sie wurden auf einer Anhöhe von 200 Metern durch eine dritte Brücke ersetzt, welche zuerst aus Holz gebaut war und ab 1544 aus Tuffstein: die Thusybrücke. Diese ist heute noch unversehrt unter dem Seespiegel erhalten.

Die Ruinen der Insel Ogoz sind die ersichtlichsten Ueberreste der mittelalterlichen Stätte Pont-en-Ogoz. Diese war auf einer abgerundeten Halbinsel erbaut worden, welche aus einer Schleife der Saane entstanden war. Vor dem Jahr 1231 wurde dort im Schutze der Felsen ein kleiner Ort gegründet.  Die heutigen Ruinen sind die Überbleibsel der Festung, welche den Eingang des Ortes landwärts verteidigte.

Die Zwillingstürme der Insel Ogoz, sowie die anliegenden Bauten, bildeten zwei unterschiedliche Burgen, welche Sitz von Lehnherren waren. Jede Burg war mit einem bewohnbaren Hauptturm und mit Wohnungen ausgestattet.  Die Kapelle stammt ebenfalls aus dem Mittelalter.

 

© Musée gruérien

Am Anfang des 15. Jahrhunderts wird die Stätte Ogoz verlassen. Die Stadt Freiburg elaubt sogar die Wiederverwertung der Bausteine.

CAF 12/2010 – Quinze ans de travaux pour assurer la sauvegarde du site d’Ogoz.

Heraldische Studie im Laufe der Gemeindefusionen in der Region.

Geburt einer Insel

Während des Krieges beschliesst der Kanton Freiburg den Staudamm von Rossens zu bauen. Der Schleifflügel, an dem die Stätte Ogoz angehängt ist, ist  von nun an eine Insel.

@ Schweizerisches Bundesarchiv
@ Groupe e, Rossens Staumauer im Bau

Eine Erlebnisinsel

LOGO GRU OMBRE

Die Zeitung genehmigt netterweise die Publikation einer Folge, welche anlässlich des 50. Jahrestages des Greyerzer Sees herausgegeben wurde. Hier die entsprechenden Seiten:

Filme und Reportagen zum Thema „Ile d’Ogoz“ werden hier publiziert…

Bibliographie

  • Tobie de Raemy, in Annales Fribourgeoises, Bd. 18/1930, S. 102-116.
  • Heribert Reiners, Pont-en-Ogoz, in Burgen und Schlösser der Schweiz, Bd. XIII/XIV, Basel 1937, S. 38-42.
  • Bernard de Vevey, Fribourg 1978, S. 263-273, Pont-en-Ogoz, in Archives de la Société d’Histoire du Canton de Fribourg, Bd. XXIV, Fribourg 1978, S. 263-273.
  • Roland Flückiger, in Nachrichten des Schweizerischen Burgenvereins 54, 1981, Nr. 4, S. 26-32.
  • Marc Bouyer, in Histoire et Archéologie, Les dossiers, No 62, avril 1982, S. 42-47
  • Gilles Bourgarel, Cahier archéologique du canton de Fribourg